Studien

Studien zufolge wirkt sich die Kohärenz des Herzens auch unmittelbar auf die Leistung des Gehirns und seiner Funktionen aus. Das zeigt sich z.B. an schnelleren Reaktionen und besseren Leistungen unter Stress. Das Kohärenztraining führt bei regelmäßiger Anwendung zu innerer Ruhe. Es ist eine Verhaltensweise, die sich in allen Situationen des Alltagslebens anwenden lässt und langfristig Angst und depressive Zustände verändern kann. Verschiedene Studien zeigen auch Erfolge bei Asthma und Erkrankungen des neurotischen Formenkreises.

An der Universität Stanford nahmen Patienten mit schwerer Herzinsuffizienz an einer Herzkohärenzschulung teil. Die Symptome der Gruppe waren u. a. Atemnot, Müdigkeit, Ängste und Depressionen. Nach sechswöchiger Behandlung hatte das Stressniveau der Gruppe um 22 % , die Depression um 34 % abgenommen und der körperliche Zustand hatte sich um 14% verbessert. Bei der Kontrollgruppe traten keine Verbesserungen, sondern eher eine Tendenz zur Verschlechterung der Symptome auf.

Sowohl in London, als auch in den USA wurden verschiedene Studien mit Tausenden von Angestellten großer Firmen durchgeführt. Es fanden Arbeitsplatzspezifische Kohärenztrainings mit erforschten Methoden des kohärenten Selbstmanagements statt. Die Nachuntersuchungen zeigten, dass das Training auf allen drei Ebenen wirkte: der körperlichen, der emotionalen und der sozialen. Nach vier Wochen war bei den Teilnehmern der Blutdruck auf Werte abgesunken, als hätten sie zehn Kilo an Gewicht verloren. Eine weitere Studie belegt, dass sich nach vierwöchigem Training je 30 Minuten täglich, der Spiegel des so genannten Jugendhormons (DHEA) um 100% erhöht hatte. Ständiges Herzklopfen verringerte sich binnen drei Monaten, körperliche Verspannungen sanken auf ein Minimum, Schlaflosigkeit, Gefühle von Erschöpfung und Schmerzzustände verringerten sich beträchtlich. Auch auf psychischer Ebene zeigten sich Veränderungen: die Angestellten gaben an, dass die Angst am Arbeitsplatz, Unzufriedenheit, sowie Wut und Ärger beträchtlich abnahmen.

Die Notwendigkeit solcher Maßnahmen für mehr „Zufriedenheit am Arbeitsplatz“ ist seit langem bekannt und erforscht. Eine Studie beispielsweise, bei der die Auswirkungen einer möglichen Kündigung bis hin zur tatsächlichen Kündigung auf die Mitarbeiter verschiedener Unternehmen untersucht wurde, zeigt, dass innerhalb dieses Zeitraums von 2 Jahren die Zahl der krankheitsbedingte Ausfälle um 70 % stieg, die Anzahl der Arztbesuche um 150 %, die Anzahl der Überweisungen in der Notaufnahme um 160 % und die generellen Besuche in der Notaufnahme um 200 % anstiegen.